Kaputte Uhr, marode City – Bad Kreuznach vergammelt!

Defekte Stadtmöbel, Ruinen-Fassaden, tote Schaufenster: Die Innenstadt verkommt. Und keiner fühlt sich zuständig.

Die Uhr tickt nicht mehr

Am Salienenplatz steht eine Uhr. Sie zeigt keine Zeit mehr. Kaputt. Seit wann? Unklar.

Zuständig ist offenbar die Werbefirma Ströer. Die betreibt solche Werbe-Uhren in ganz Deutschland. Reparatur? Fehlanzeige.

Aber seien wir ehrlich: Die Uhr ist nur das Symbol. Das Symbol für eine Stadt, die an allen Ecken bröckelt.

Das große Verantwortungs-Pingpong

Wer durch die Innenstadt geht, sieht es überall: Marode Fassaden. Leere Geschäfte. Dreckige Schaufenster, hinter denen seit Monaten nichts passiert.

Und wer ist zuständig? Keiner. Oder alle. Oder irgendwer.

Die Stadt sagt: Wir können nichts tun – die Gebäude gehören uns nicht. Die Eigentümer sagen: Wir haben kein Geld. Und die Bürger? Die sehen zu, wie ihre Innenstadt vor die Hunde geht.

Kein Geld? Oder kein Interesse?

Klar, nicht jeder Immobilienbesitzer schwimmt im Geld. Sanierungen sind teuer. Das ist Fakt.

Aber ein leeres Schaufenster monatelang verdreckt stehen lassen? Das ist keine Geldfrage. Das ist eine Haltungsfrage.

Eine Idee, die fast nichts kostet

Dabei gibt es eine Lösung, die so simpel ist, dass man sich fragt, warum sie keiner umsetzt:

Folien-Pflicht für leere Schaufenster.

Ein paar bedruckte Folien mit hübschen Motiven. Vielleicht Werbung für die Stadt. Oder Kunst von lokalen Künstlern. Kostet fast nichts – bringt aber sofort ein besseres Stadtbild.

Andere Städte machen das längst. Bad Kreuznach? Diskutiert wahrscheinlich noch.

Was heißt das für Sie?

Ihre Stadt sieht aus, als hätte sie aufgegeben. Und solange sich Verwaltung, Ströer und Eigentümer gegenseitig den Schwarzen Peter zuschieben, ändert sich gar nichts.

Die Frage ist: Wie lange schauen Sie noch zu?

Beitrag teilen