Schock für Reha-Gast: „Ist das wirklich ein Kurort?“

Heinz aus Leipzig traut seinen Augen nicht – Bad Kreuznach empfängt ihn mit Dreck, Verfall und einem toten Brunnen.

Der erste Eindruck? Eine Katastrophe

Heinz kommt mit dem Zug. Er steigt aus. Er steht am Europaplatz, der Visitenkarte von Bad Kreuznach.

Und traut seinen Augen nicht.

Der Brunnen am ehemaligen Sparkassengebäude? Seit Jahren trocken. Das Gebäude? Ein Lost Place. Mitten im Herzen der Stadt.

Heinz dachte kurz, er sei falsch ausgestiegen.

„So sah das auf den Bildern nicht aus“

Der 55-jährige Reha-Patient wollte fair bleiben. Bahnhofsplätze sehen oft etwas heruntergekommen aus, das kennt man. Doch in Bad Kreuznach hört es nicht am Bahnhof auf.

Es geht weiter. Durch die Fußgängerzone. Durch den Park. Überall dasselbe Bild: Dreck, Verfall, Tristesse.

Was im Internet beworben wird, hat mit der Realität wenig zu tun.

Therme dicht – Frust komplett

Am nächsten Tag wollte Heinz wenigstens in die Crucenia Therme. Tür zu. Technische Probleme.

Für einen Kurort ein Armutszeugnis.

„Vieles ist einfach heruntergekommen“

Heinz findet auch Positives. Einzelne schöne Ecken gibt es. Aber sein Fazit ist vernichtend: „Für einen Kurort ist diese Stadt sehr dreckig und unansehnlich.“

Und dann sagt er einen Satz, der sitzt: „Dieses Bild ist inzwischen an so vielen Orten in Deutschland zu sehen.“ Heinz macht das marode und überteuerte Sozialsystem dafür verantwortlich. Es bleibe schlicht kein Geld, um Städte auf Vordermann zu bringen.

Was bedeutet das für Sie?

Bad Kreuznach lebt vom Ruf als Kurstadt. Reha-Patienten, Touristen, Besucher, sie alle kommen mit Erwartungen. Und werden enttäuscht.

Ein trockener Brunnen. Ein verfallendes Gebäude. Eine geschlossene Therme. Das ist kein Pech. Das ist System.

Die Frage bleibt: Wer im Rathaus fühlt sich eigentlich noch zuständig?

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